LOCTITE 407 dünnflüssiger Sekundenkleber für Metall, Kunststoff und Gummi
LOCTITE 407 ist ein einkomponentiger Cyanacrylat-Sekundenkleber für schnelle Verklebungen von Metallen, Kunststoffen und Elastomeren. Die niedrigviskose Formulierung eignet sich besonders für passgenaue Bauteile und enge Fügespalte. Der Klebstoff härtet durch Feuchtigkeit zwischen den Fügeflächen aus und erreicht je nach Werkstoff innerhalb weniger Sekunden eine erste Handfestigkeit. Diese Ausführung wird in der 20-g-Flasche geliefert.
Produkthighlights
- Vielseitig einsetzbar: Geeignet für schnelle Verklebungen von Metallen, Kunststoffen und Elastomeren.
- Niedrigviskos: Mit 20 bis 50 mPa·s verteilt sich der Klebstoff besonders gut in engen Fügespalten.
- Schnelle Handfestigkeit: Je nach Werkstoff wird innerhalb weniger Sekunden eine erste Handfestigkeit erreicht.
- Für enge Fügespalte: Das angegebene Spaltfüllvermögen beträgt bis 0,15 mm.
- Einkomponentig: Kein Mischen mit einem separaten Härter erforderlich.
- Feuchtigkeitshärtend: Die Aushärtung wird durch Feuchtigkeit auf den Fügeflächen und aus der Umgebung ausgelöst.
Anwendung und Einsatzgebiet
LOCTITE 407 eignet sich für schnelle Verklebungen von Metallen, Kunststoffen und Elastomeren. Typische Werkstoffe sind beispielsweise Aluminium, ABS, PVC, Polycarbonat, Neopren und Nitrilgummi.
Aufgrund der niedrigen Viskosität eignet sich der Klebstoff besonders für passgenaue Bauteile mit engen Fügespalten. Das angegebene Spaltfüllvermögen beträgt bis 0,15 mm.
Zusammensetzung und Konsistenz
LOCTITE 407 ist ein einkomponentiger Cyanacrylat-Klebstoff auf Basis von Ethyl-Cyanacrylat. Ein Mischen mit einem separaten Härter ist nicht erforderlich.
Das Produkt ist transparent und niedrigviskos. Die angegebene Viskosität beträgt bei 25 °C und einer Scherrate von 3.000 s?¹ etwa 20 bis 50 mPa·s. Dadurch kann sich der Klebstoff gut in engen und passgenauen Klebestellen verteilen.
Verarbeitung und Aushärtung
Die zu verklebenden Oberflächen sollten sauber, trocken und möglichst frei von Öl und Fett sein. LOCTITE 407 wird sparsam auf eine der Fügeflächen aufgetragen. Anschließend werden die Bauteile unmittelbar zusammengefügt und bis zum Erreichen der Handfestigkeit in Position gehalten.
Die Aushärtung wird durch Feuchtigkeit auf den Fügeflächen und aus der Umgebung ausgelöst. Die Geschwindigkeit hängt unter anderem vom Werkstoff, vom Fügespalt, von der Temperatur und von der relativen Luftfeuchtigkeit ab.
Die angegebene Ausrichtungszeit beträgt etwa 5 bis 20 Sekunden. Die tatsächliche Handfestigkeit ist werkstoffabhängig. Auf entfettetem Aluminium werden beispielsweise etwa 5 bis 15 Sekunden, auf Baustahl 10 bis 30 Sekunden, auf PVC 3 bis 10 Sekunden und auf Polycarbonat 20 bis 60 Sekunden angegeben.
Hinweis zur Handfestigkeit:
Die angegebenen Zeiten beschreiben eine erste Handfestigkeit unter definierten Prüfbedingungen. Sie sind nicht mit der vollständigen Aushärtung oder der endgültigen Belastbarkeit der Klebeverbindung gleichzusetzen.
Festigkeit und Belastbarkeit
Die erreichbare Festigkeit von LOCTITE 407 hängt wesentlich vom Werkstoff, der Oberflächenvorbereitung, dem Fügespalt und den jeweiligen Prüfbedingungen ab.
Nach 24 Stunden bei 22 °C wird im Zugscherversuch nach ISO 4587 auf Aluminium eine Festigkeit von 12 bis 19 N/mm² angegeben. Für ABS und PVC werden jeweils 6 bis 20 N/mm² und für Polycarbonat 5 bis 20 N/mm² genannt. Im Zugversuch nach ISO 6922 werden auf sandgestrahltem Stahl 12 bis 25 N/mm² angegeben.
Die genannten Werte sind Laborwerte und dürfen nicht unmittelbar als zulässige Traglast einer realen Klebeverbindung interpretiert werden. Bauteilgeometrie, Klebefläche, Belastungsart, Temperatur, Alterung und erforderliche Sicherheitsfaktoren müssen bei der Auslegung berücksichtigt werden.
Einsatzgrenzen
Für den ausgehärteten Klebstoff wird nach DIN EN 1427 eine Erweichungstemperatur von 165 °C angegeben. Dieser Prüfwert beschreibt eine Materialeigenschaft und darf nicht mit einer pauschal zulässigen Dauergebrauchs- oder Betriebstemperatur gleichgesetzt werden.
Für reinen Sauerstoff und sauerstoffangereicherte Systeme ist der Klebstoff nicht vorgesehen. Auch als Dichtstoff für Chlor oder andere stark oxidierende Medien sollte das Produkt nicht eingesetzt werden.
Technische Spezifikationen
| Parameter | Spezifikation |
|---|
| Produkt | LOCTITE 407 |
| Gebinde | 20 g Flasche |
| Anwendung | Schnelle Verklebung passgenauer Bauteile |
| Technologie | Cyanacrylat |
| Chemische Basis | Ethyl-Cyanacrylat |
| Aushärtung | Feuchtigkeitshärtend |
| Geeignete Materialien | Metalle, Kunststoffe und Elastomere |
| Farbe | Transparent |
| Viskosität bei 25 °C | 20 bis 50 mPa·s |
| Spaltfüllvermögen | Bis 0,15 mm |
| Ausrichtungszeit | Ca. 5 bis 20 Sekunden |
| Handfestigkeit Aluminium | Ca. 5 bis 15 Sekunden |
| Handfestigkeit Baustahl | Ca. 10 bis 30 Sekunden |
| Zugscherfestigkeit Aluminium | 12 bis 19 N/mm² nach 24 h bei 22 °C |
| Zugscherfestigkeit ABS | 6 bis 20 N/mm² nach 24 h bei 22 °C |
| Zugscherfestigkeit Polycarbonat | 5 bis 20 N/mm² nach 24 h bei 22 °C |
| Erweichungstemperatur | 165 °C nach DIN EN 1427 |
Häufig gestellte Fragen
Wofür eignet sich LOCTITE 407?
LOCTITE 407 eignet sich für schnelle Verklebungen von Metallen, Kunststoffen und Elastomeren. Aufgrund seiner niedrigen Viskosität ist das Produkt insbesondere für passgenaue Bauteile mit engen Fügespalten vorgesehen.
Wie groß darf der Klebespalt sein?
Das angegebene Spaltfüllvermögen beträgt bis 0,15 mm. LOCTITE 407 ist daher vor allem für enge Klebeverbindungen geeignet.
Wie schnell wird LOCTITE 407 handfest?
Das hängt vom jeweiligen Werkstoff ab. Auf Aluminium werden beispielsweise etwa 5 bis 15 Sekunden und auf Baustahl etwa 10 bis 30 Sekunden angegeben.
Ist LOCTITE 407 nach Erreichen der Handfestigkeit vollständig ausgehärtet?
Nein. Die Handfestigkeit bedeutet lediglich, dass die Bauteile zunächst fixiert sind. Die endgültige Festigkeit entwickelt sich während der weiteren Aushärtung.
Sind 165 °C die maximale Betriebstemperatur von LOCTITE 407?
Nein. Die 165 °C beziehen sich auf die nach DIN EN 1427 bestimmte Erweichungstemperatur. Dieser Prüfwert ist nicht mit einer zulässigen Dauergebrauchstemperatur gleichzusetzen.
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