Kontakt
0 Pos. (0 Eur) inkl. MwSt.

Bettbahnöl, Gleitbahnöl

Bettbahnöl, Gleitbahnöl

Bettbahnöl & Gleitbahnöl kaufen: CGLP-Schmierstoffe für Werkzeugmaschinen

Bettbahnöl (Gleitbahnöl): Bettbahnöl ist ein speziell formulierter Schmierstoff der Klassifikation CGLP gemäß DIN 51502, der für die Schmierung von Gleit- und Führungsbahnen in Werkzeugmaschinen entwickelt wurde und durch hohe Haftfähigkeit, stabilen Schmierfilm sowie zuverlässigen Korrosionsschutz den Stick-Slip-Effekt verhindert.

Bettbahnöl wird auf Führungsbahn einer CNC-Drehmaschine aufgetragen
Bettbahnöl (Gleitbahnöl) auf einer Führungsbahn: CGLP-Schmierstoffe sichern präzise Maschinenbewegungen.

Einsatzbereiche und Eigenschaften: Wann brauche ich Bettbahnöl?

  • ?Horizontale und vertikale Gleit- und Führungsbahnen in Dreh-, Fräs- und CNC-Maschinen
  • ?Verhindert den Stick-Slip-Effekt: ruckartige Bewegungen durch wechselnde Haft- und Gleitreibung
  • ?Bildet einen stabilen Schmierfilm, der auch bei niedrigen Vorschubgeschwindigkeiten hält
  • ?Schützt Metalloberflächen vor Korrosion und scheidet Kühlwasser zuverlässig ab

Bettbahnöl ist kein gewöhnliches Industrieöl, sondern eine auf Gleitbahnen zugeschnittene Formulierung. Der entscheidende Unterschied liegt in den Haftzusätzen (sogenannten Tackifier-Additiven). Diese Additive sorgen dafür, dass das Öl auch an senkrechten Führungsbahnen vollflächig haften bleibt und nicht abtropft. Damit bleibt der Schmierfilm auch bei langen Standzeiten intakt.

Der Stick-Slip-Effekt entsteht, wenn Haftreibwert und Gleitreibwert zu weit auseinanderliegen. Gleitbahnöle sind so formuliert, dass beide Werte nah beieinander liegen. Das Ergebnis: gleichmäßige, reproduzierbare Bewegungen mit direktem Einfluss auf die Bearbeitungsqualität. Typische Anwendungen reichen von konventionellen Drehmaschinen über Fräszentren bis zu Papier- und Textilmaschinen.

Eine weitere Schlüsseleigenschaft ist die Wasserabscheidung. Kühlschmierstoffe gelangen in der Metallbearbeitung unweigerlich ans Gleitbahnöl — qualitativ hochwertige CGLP-Produkte trennen sich sauber vom Wasser, ohne Emulsionen zu bilden, und erhalten die Schmierwirkung langfristig. Das verhindert Korrosion und erhält die Schmierwirkung dauerhaft.

Diagramm zum Stick-Slip-Effekt an Gleitführungen: Haft- vs. Gleitreibung
Stick-Slip-Effekt: Gleitbahnöle minimieren die Differenz zwischen Haft- und Gleitreibwert.

Viskosität richtig wählen: CGLP 32, 68, 100 oder 220?

Das Wichtigste auf einen Blick

  • ?CGLP 32: leichte CNC-Maschinen und Feinmechanik mit engen Schmierspalten
  • ?CGLP 68: Universalklasse für Standard-Dreh- und Fräsmaschinen (meistgewählt)
  • ?CGLP 100: mittelschwere Schlitten und Schleifmaschinen mit höherer Flächenpressung
  • ?CGLP 220: schwere Schlitten, Trapezgewindespindeln und niedrige Vorschubgeschwindigkeiten
  • ?Maßgeblich ist stets die ISO-VG-Angabe im Maschinenhandbuch des Herstellers

Die CGLP-Klassifikation gemäß DIN 51502 und DIN 51517-3 definiert Schmierstoffe für Gleitbahnen nach ihrer kinematischen Viskosität (ISO VG). Die Wahl hängt direkt vom Maschinentyp, der Belastung und der Führungsgeometrie ab.

Viskositäts-Auswahlhilfe: Die richtige CGLP-Klasse für Ihre Maschine

Empfehlungen nach DIN 51502 / DIN 51517-3

CGLP-Klasse Typischer Maschinentyp Einsatztemperatur Viskosität (ISO VG) Besonderheit
CGLP 32 Leichte CNC-Maschinen, 3D-Drucker, Feinmechanik 0 °C bis +40 °C ISO VG 32 Sehr dünnflüssig; für enge Schmierspalte und empfindliche Führungen
CGLP 68 Meistgewählt Standard-Drehmaschinen, Fräsmaschinen (mittel), Bohrwerke +5 °C bis +50 °C ISO VG 68 Universalklasse; ideale Balance zwischen Haftfähigkeit und Fließverhalten
CGLP 100 Mittlere Fräsmaschinen, Schleifmaschinen, Bearbeitungszentren +10 °C bis +55 °C ISO VG 100 Erhöhte Tragfähigkeit; bei moderaten Schlittengeschwindigkeiten
CGLP 220 Schwere Schlitten, Karusselldrehmaschinen, Trapezgewindespindeln +15 °C bis +60 °C ISO VG 220 Hochviskos; optimale Haftung und Druckbeständigkeit bei langsamen Vorschüben

Herstellerempfehlung im Maschinenhandbuch hat stets Vorrang. Normen: DIN 51502 (Klassifikation), DIN 51517-3 (CLP-Basis), DIN 51524-2 (HLP-Vergleich). Marken: RAVENOL, ADDINOL, Castrol Vactra, Mobil Vactra.

CGLP-Klasse ISO VG Typische Anwendung Besonderheit
CGLP 32 32 Leichte CNC-Maschinen, 3D-Drucker, Präzisionsführungen Niedrigste Viskosität; geringer Strömungswiderstand bei engem Spalt
CGLP 68 68 Standard-Drehmaschinen, Fräsmaschinen mittlerer Baugröße Universalklasse; am häufigsten empfohlen
CGLP 100 100 Mittelschwere Schlitten, horizontale Bohrwerke Erhöhte Filmdicke bei hoher Flächenpressung
CGLP 220 220 Schwere Schlitten, Trapezgewindespindeln, Großdrehmaschinen Höchste Haftfähigkeit; für niedrige Vorschubgeschwindigkeiten

Viele Maschinenbetreiber greifen standardmäßig zu CGLP 68 — ein verlässlicher Ausgangspunkt für konventionelle Dreh- und Fräsmaschinen. Bei schweren Schlitten mit Trapezgewindespindel und Vorschüben unter 5 mm/min hingegen ist CGLP 220 die richtige Wahl: Nur ein hochviskoses Öl hält unter diesen Bedingungen einen tragfähigen Schmierfilm aufrecht. Die ISO-VG-Angabe im Maschinenhandbuch ist maßgeblich; sie lässt sich direkt mit der CGLP-Kennzeichnung abgleichen.

Hinweis zur Norm: Gleitbahnöle der Klasse CGLP erfüllen die Anforderungen gemäß DIN 51502 und DIN 51517-3 (Druckumlaufschmieröle) sowie in Teilen DIN 51524-2 (HLP-Hydrauliköle). Hydrauliköl der Klasse HLP ist kein Ersatz für CGLP: Es fehlen die Haftzusätze, die den Stick-Slip-Effekt verhindern.

Viskositätsklassen CGLP 32 bis 220 für Bettbahnöl im Überblick
Viskositätsstufen CGLP 32–220: Die richtige Klasse hängt von Schlitten-Belastung und Vorschubgeschwindigkeit ab.

FAQ: Bettbahnöl vs. Hydrauliköl, Wechselintervalle und Lagerung

Warum ist Hydrauliköl kein Ersatz für Gleitbahnöl?

Hydrauliköl HLP nach DIN 51524-2 besitzt keine Haftzusätze. Das hat Folgen: Haft- und Gleitreibwert liegen zu weit auseinander, auf Führungsbahnen entsteht der Stick-Slip-Effekt mit ruckartigen Bewegungen, Maßabweichungen und erhöhtem Verschleiß. CGLP ist für genau diesen Anwendungsfall entwickelt und normiert — ein Ersatz durch HLP ist nicht zulässig, auch nicht als Übergangslösung.

Wie oft sollte Bettbahnöl gewechselt werden?

Ein einheitliches Wechselintervall gilt nicht für alle Maschinen. Bei Umlaufschmierung empfehlen Maschinenhersteller jährliche Ölwechsel. Zusätzlich sind regelmäßige Sichtkontrollen auf Verunreinigungen, Wassereinschlüsse und Schaumbildung sinnvoll. Bei Dochtschmierung — einem System, das Öl per Kapillarwirkung gleichmäßig an die Führungsbahn abgibt — wird das Öl nach Bedarf ergänzt. Dochtkammer und Dochtelemente sollten jährlich gereinigt werden. Verbrauchtes Altöl muss bei einer zugelassenen Entsorgungsstelle abgegeben werden.

Wie lagere ich Gleitbahnöl korrekt?

Gleitbahnöle lagern bei Temperaturen zwischen 5 °C und 40 °C in original verschlossenen Gebinden. Direkte Sonneneinstrahlung und Frost beschleunigen den Abbau der Additive. Fässer und Kanister stehend lagern; Deckel stets fest schließen, um Feuchtigkeitseintrag zu verhindern. Bei ungeöffneter, trockener Lagerung sind die meisten CGLP-Öle 36–48 Monate haltbar. Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist auf dem Gebinde angegeben — für produktspezifische Details das jeweilige Produktdatenblatt konsultieren.

Welche DIN-Norm gilt für Bettbahnöl?

Gleitbahnöle werden nach DIN 51502 unter dem Kurzzeichen CGLP klassifiziert. Die Anforderungen an Viskosität, Reibungsverhalten und Additivierung regelt DIN 51517-3. Produkte, die diese Norm erfüllen, sind geprüft auf Stick-Slip-Verhalten, Wasserabscheidevermögen und Korrosionsschutz. Beim Kauf auf die explizite CGLP-Kennzeichnung auf dem Produktdatenblatt achten.

Hersteller:
Bestand:


Logo Klueber Logo Atlas Logo Kuebler Logo Bilsom Logo Stocko Logo OKS Logo Flexschlauch Logo Berga Logo Ideal Logo Marston Domsel Logo Engel