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Befestigungs-u. Sicherungselemente

Befestigungs-u. Sicherungselemente

- Abstandsscheiben werden benötigt, wenn beidseitig durch Dichtungslamellen abgedichtete Lager nachgeschmiert werden müssen. Die Abstandsscheiben werden einseitig am Innen- und Außenring des Lagers angebracht.
Der Hersteller SKF stellt seine Abstandsscheiben aus gepressten Stahlblech her, welches phosphatiert und mit Korrosionsschutzmittel behandelt wurde.
Herstellerkennzeichen: ZW

- Baureihe AH oder AHX. Abziehhülsen dienen als Befestigungselement für Lager mit kegeliger Bohrung auf zylindrischen Wellen. Der Einbau erfolgt durch die Zusammensetzung des Lagers mit der kegeligen Abziehhülse durch Einpressen in die Lagerbohrung. Dabei wird die Abziehhülse soweit in die Lagerbohrung gepresst, bis die notwendige Radialluft- Verminderrung erzielt ist. Im Gegensatz zu den Spannhülsen, die an einer beliebigen Stelle montiert werden können, benötigen Abziehhülsen eine Stütze, z.B. die Wellenschulter.

- Hydraulik- Abziehhülsen werden für die Befestigung von Lagern mit kegeliger Bohrung auf zylindrischen Wellen eingesetzt. Dabei wird die Montage und Demontage durch eine Ölnut in der kegeligen Mantelfläche sowie durch zwei Pumpenanschlüsse erleichtert. Der Einbau findet durch Einpressen der kegeligen Hülse in die Lagerbohrung statt. Dieser Prozess wird so lange durchgeführt, bis die notwendige Radialluft- Verminderung stattgefunden hat. Die vorhandenen Lager benötigen eine Stütze, z.B. eine Wellenschulter.

- Hydraulik- Spannhülsen werden zur Befestigung von sehr großen Lagern mit kegeliger Bohrung auf zylindrischen Wellen eingesetzt sowie zum Ein- und Ausbau von großen Lagern. Eine vereinfachte Montage und Demontage wird durch die Ölnut in der kegeligen Mantelfläche sowie durch den gewindeseitigen Pumpenanschluss ermöglicht.

- Nutmuttern dienen der axialen Sicherung von Welle- Nabe Verbindungen. Diese Maschinenelemente werden mit einem relativ großen Innendurchmesser hergestellt. Damit wird ermöglicht, dass die Muttern auf Wellen befestigt werden können und dort die axiale Belastung auf der Nabe ausüben können. Durch diesen Prozess findet zum einen die Fixierung der Nabe statt und zum anderen können direkte kraftschlüssige Verbindungen erzeugt werden, wie es bei der Vorspannung von Wälzlagern mit gelagerten Wellen der Fall ist. In der Regel werden Nutmuttern mit einem Sicherungsblech verbaut, um ein eigenständiges Lösen der Nutmutter zu verhindern. Nutmuttern sind in unterschiedlichen Bauformen erhältlich. Diese werden mit den Kennzeichen KM (metrisches ISO- Gewinde), KML (dünnerer Rand), HM (Trapezgewinde) oder T (verstärkte Ausführung) versehen.

- Präzisions- Wellenmuttern sind einfach zu montierende Muttern. Sie werden vom Hersteller SKF mit sehr engen Toleranzen angefertigt und können Lager und weitere Komponenten sehr präzise und effizient auf der Welle führen. Gesichert werden die Präzisions- Wellenmuttern durch die Reibung, welche zwischen Gewindestiften und Wellengewinde entstehen. Diese Sicherung kann in zwei Ausführugen stattfinden: mit Sicherungsstift oder mit axialen Sicherungsstiften.

- Sicherungsbleche sind Unterlegscheiben, welche aus einem weichen Stahl hergestellt werden. Sie dienen der formschlüssigen Verdrehsicherung von Muttern, hauptsächlich von Nutmuttern. Kennzeichnend für die Sicherungsbleche ist eine kleine Zunge am Innendurchmesser. Diese greift in eine Nut, Achse oder Welle des feststehenden Maschinenteils. Am Außenring befinden sich ebenfalls Zungen. Diese können in eine Nut einer Nutmutter oder um den Sechskant der Mutter geschlagen werden. Durch dieses Vorgehen wird ein unbeabsichtigtes Verdrehen und Lösen der Mutter verhindert. Der Einsatz der Sicherungsbleche erfolgt bei kleineren Nutmuttern der Baureihen KM und KML.

- Sicherungsbügel sind ein Befestigungselement für Nutmuttern. Der Sicherungsbügel wird durch eine Sechskantschraube an der Nutmutter angebracht und befestigt. Dabei greifen die Befestigungselemente in eine Nut in der Nutmutter oder in die Spannhülse/ Welle ein. Sicherungsbügel werden bei größeren Nutmuttern der Baureihen HM30 und HM31 verwendet.

- Spannhülsen sind Befestigungselemente für Lager mit kegeliger Bohrung auf zylindrischem Wellensitz. Die Befestigung mit Spannhülse erlaubt den Einsatz von glatten und abgesetzten Wellen. Die Montage gestaltet sich denkbar einfach, da eine zusätzliche Sicherung auf der Welle nicht notwendig ist. Werden glatte Wellen verwendet, so kann das Lager an beliebiger Stelle angebracht werden. Bei abgesetzten Wellen in Kombination mit einem Abstützring kann eine genaue axiale Festlegung des Lagers stattfinden. So wird auch die Demontage des Lagers vereinfacht.

- Wellenmuttern dienen der Befestigung von Lagern auf Wellen, z.B. von Lagern mit kegeliger Bohrung auf kegeligen Wellenzapfen oder Spannhülsen. Neben ihrem Befestigungscharakter ermöglichen sie zudem den erleichterten Ausbau von Lagern auf Abziehhülsen. Typischerweise werden Wellenmuttern zur Sicherung von Zahnrädern, Spannrollen und weiteren Maschinenteilen auf der Welle benötigt. Die Sicherung der Wellenmutter auf der Welle erfolgt über zwei Varianten mit einem speziellen Sicherungselement. Dieses greift zum einen in eine Nut der Welle/ Spannhülse oder es ist direkt in die Wellenmutter integriert.

- Winkelringe (Vorsatzzeichen HJ) dienen der Erweiterung von Radialzylinderrollenlagern der Bauformen NU oder NJ. Werden die Winkelringe an Radialzylinderrollenlagern der Bauform NU angebracht, so wird die Aufnahme der axialen Belastung in einer Richtung sichergestellt. Die Anbringung von Winkelringen an beiden Seiten des Lagers führt zu axialen Verspannungen und darf nicht durchgeführt werden. Durch die Kombination NJ + HJ entsteht eine Baueinheit mit Festlagerfunktion. Typischerweise wird der Einbau von Winkelringen dann in Betracht gezogen, wenn beispielsweise Lager der Baureihe NUP mit loser Bordscheibe im Innenring zu klein sind, um bei hohen Belastungen ausreichend halt zu geben. Zudem ermöglicht die Kombination aus Winkelring und Rollenlager eine vereinfachte Montage.